AMSTERDAM, 16. Juli 2026 /PRNewswire/ -- In diesem Herbst präsentiert ARTIS im neuen ARTIS-Aquarium eine neue, eigens in Auftrag gegebene Installation des international renommierten Künstlers Olafur Eliasson. Für die monumentale Rotunde schafft Eliasson ein multisensorisches Kunstwerk, das die Besucher dazu einlädt, sich auf die Tiefsee einzulassen: ein Ort, an dem noch fast niemand gewesen ist.
„Wenn Sie sich 'Deep seeing currents' nähern, werden Sie langsam von der Dunkelheit und den Geräuschen des Lebens unter Wasser umhüllt – einer vielschichtigen ozeanischen Kakophonie aus unter anderem Walgesängen, dem Grollen hydrothermaler Quellen und von Menschen verursachten Geräuschen. Die Schwingungen sind im ganzen Körper spürbar und ahmen das Druckgefühl in der Tiefsee nach. Über und um Sie herum blinken Lichter und scheinen herabzusinken wie der hypnotische Kreislauf von Meeresschnee – jener organischen und anorganischen Partikel, die für das Leben in der Tiefsee unverzichtbar sind", sagt der Künstler. Er erklärt außerdem „Ich glaube, dass die Einschränkung eines Sinnes uns helfen kann, die anderen Sinne zu wecken, was entscheidend ist, um diese unvorstellbare Umgebung zu erschaffen."
Art, science and nature converge
– Mit dieser Installation verbindet ARTIS Kunst, Wissenschaft und Natur. Durch Klang, Licht und Berührung machen die „Deep Seeing Currents" die fremdartige Welt der Tiefsee in der Rotunde des Aquariums körperlich erlebbar. Das Werk fügt sich nahtlos in das Konzept des neuen Aquariums ein, das den Besuchern vermittelt, wie alles auf der Erde mit Wasser verbunden ist – vom tiefsten Ozean bis hin zum täglichen Leben an Land.
Das neue ARTIS-Aquarium
Das ARTIS-Aquarium, ein bedeutendes nationales Denkmal in Amsterdam, Niederlande, das aus dem Jahr 1882 stammt, wurde in den letzten Jahren umfassend restauriert und wird im Juni 2026 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Das neue Aquarium ist nicht nur ein Ort für Wasserlebewesen, sondern auch ein musealer Raum, in dem Architektur, Installationen, Wissenschaft und Kunst zusammenkommen, um eine neue Geschichte über die Beziehung zwischen Mensch, Wasser und Natur zu erzählen. Eines der ältesten Aquarien der Welt wurde in ein zeitgenössisches Kulturerlebnis verwandelt. Mit der Installation von Eliasson erhält das Aquarium eine neue Dimension, in der Staunen, Erlebnis und Dringlichkeit zusammenkommen.
Die Installation von Olafur Eliasson wird ab dem 3. Oktober 2026 zu sehen sein.
Teilweise ermöglicht durch den Mondriaan-Fonds.
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Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.
Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.
Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.
Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.