Eine neue Studie ergab, dass 75 % der IT-Verantwortlichen in US-Unternehmen angeben, Software-Updates würden schneller bereitgestellt, als ihre Unternehmen sie effektiv testen könnten
OAK BROOK, Illinois, 29. September 2026 /PRNewswire/ -- Updates für geschäftskritische Unternehmenssoftware erscheinen schneller, als viele US-amerikanische Organisationen diese effektiv testen können, wie eine neue Studie des Spezialisten für Unternehmenssoftwaretests Original Software zeigt.
Die Studie unter 500 leitenden IT-Entscheidungsträgern in US-Unternehmen ergab, dass 75 % der Befragten angeben, Updates für geschäftskritische Systeme würden schneller bereitgestellt, als ihre Unternehmen effektiv testen können, wodurch der Druck auf die Geschäftskontinuität steigt.
Die zunehmende Nutzung der Cloud verschärft diese Herausforderung noch. Neun von zehn (92 %) Befragten geben an, dass die Umstellung auf cloudgestützte Software den Testaufwand erhöht hat, wobei 54 % von einem deutlichen Anstieg berichten.
Dennoch haben die Testverfahren Mühe, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. Mehr als ein Drittel (36 %) ist nach wie vor weitgehend auf manuelle Methoden wie Tabellenkalkulationen, Dokumente und E-Mail angewiesen, während nur 6 % über hochautomatisierte Testverfahren für die meisten Softwaresysteme verfügen.
Da Unternehmensprozesse zunehmend ERP-, Lager-, Zahlungs-, Finanz- und Kundensysteme umfassen, können Softwareänderungen Auswirkungen haben, die über die zu aktualisierende Anwendung hinausgehen. Rund 59 % der IT-Führungskräfte geben an, dass es immer schwieriger wird, Probleme zu erkennen, bevor sie sich auf den Geschäftsbetrieb auswirken, während weniger als die Hälfte (48 %) voll und ganz davon überzeugt ist, dass ihr bestehender Testansatz kritische Probleme erkennen würde, bevor sie sich auf den Geschäftsbetrieb auswirken.
Carl Andrews, Geschäftsführer von Original Software, sagte: „Unternehmenssoftware hat sich enorm verändert, doch die Art und Weise, wie viele Unternehmen Tests durchführen, hat sich nicht im gleichen Tempo weiterentwickelt. Man kann den Testaufwand nicht einfach immer weiter erhöhen, ohne die Art und Weise zu ändern, wie damit umgegangen wird. Ein Anbieter kann zwar seine Software testen, aber nicht Ihr Unternehmen. Er verfügt nicht über Ihre genauen Konfigurationen, Integrationen, Daten oder End-to-End-Prozesse. Die Lösung besteht nicht darin, das Tempo von Software-Updates zu drosseln, sondern die Vorgehensweise bei Tests zu ändern, damit Unternehmen Schritt halten können."
Laut Original Software können Unternehmen repetitive manuelle Tests reduzieren, indem sie wiederholbare Tests für ihre wichtigsten Geschäftsprozesse schrittweise automatisieren sowie gleichzeitig das Fachwissen der Fachanwender für neue Prozesse, Ausnahmen und explorative Tests nutzen.
„Mit dem zunehmenden Tempo von Softwareänderungen muss das Testen zu einer strategischen Fähigkeit zur Sicherung der Resilienz werden", stellte Andrews abschließend fest.
Die Ergebnisse finden Sie in „The Enterprise Software Testing Gap" („Die Lücke bei Tests von Unternehmenssoftware").
Informationen zu Original Software
Original Software bietet eine KI-gestützte Testplattform für Unternehmenssoftware, die Organisationen dabei unterstützt, Veränderungen zu beschleunigen, Geschäftsrisiken zu reduzieren und die Zuverlässigkeit ihrer Software zu verbessern.
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.