CHICAGO und BERLIN, 7. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Eine neue weltweite Studie der internationalen Technologieberatung Thoughtworks zeigt: 89 % der Chief Information Officers (CIOs) sehen sich mittlerweile stärker in der Verantwortung für die Neugestaltung von Arbeitsabläufen und -modellen als für Managementaufgaben der zentralen IT-Infrastruktur.

Die Erhebung basiert auf einer Befragung von 3.200 CIOs in zehn Ländern, darunter 400 CIOs in Deutschland. Das Kernthema der Studie ist die Frage, wer den Einsatz von KI in Unternehmen steuert. Die Auswertungen machen deutlich, dass der Aufgabenbereich von CIOs dabei mittlerweile weit über das traditionelle Technologiemanagement hinausgeht. Da KI zunehmend im gesamten Unternehmen eingesetzt wird, müssen sich Führungskräfte aus dem Technologiebereich immer intensiver mit Fragen zur Gestaltung der Arbeit, zu Entscheidungsfindungen und zur Verteilung der Verantwortung im gesamten Unternehmen befassen.
Weitere wichtige Erkenntnisse der Studie auf globaler Ebene sind:
Aus den Antworten der befragten CIOs in Deutschland lassen sich die folgenden Erkenntnisse gewinnen:
Insgesamt lässt sich aus den globalen Ergebnissen der Studie schlussfolgern, dass die Rolle des CIO mittlerweile weit über die Verantwortung für die technologische Infrastruktur hinausgeht. Personalplanung, dezentrale KI-Entscheidungsfindung und Unternehmensführung überschneiden sich mittlerweile. Zugleich verfolgen Unternehmen unterschiedliche Ansätze, wie die Führungsverantwortung aufgeteilt werden kann.
„KI verändert die Art, wie Arbeit erledigt wird. Darum müssen Unternehmen Rollen, Arbeitsabläufe und Entscheidungsbefugnisse überdenken. So lässt sich feststellen, wo menschliches Urteilsvermögen nach wie vor unverzichtbar ist und wo KI einen größeren Teil der Arbeit übernehmen kann. Schulungen etwa sind wichtig – aber sie stellen nur einen Teil beim Aufbau einer Organisation dar, die KI effektiv und in großem Maßstab einsetzen kann", sagte Rachel Laycock, Chief Technology Officer bei Thoughtworks.
Den vollständigen Bericht „Thoughtworks Global CIO Survey 2026: Who governs enterprise AI?" sowie länderspezifische Übersichten, finden Sie auf der Landing Page zur Studie. Kernthemen sind die Fragen, wie Unternehmen die Governance im Bereich der Unternehmens-KI, Führungsrollen, die Kompetenzen der Belegschaft und die sich wandelnde Rolle des CIO angehen.
Methodik
Für den Report hat Censuswide in Zusammenarbeit mit Thoughtworks 3.200 CIOs in Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Deutschland, Brasilien, Indien, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur befragt.
Die Daten wurden zwischen dem 1. und 10. Juli 2026 erhoben. Censuswide ist Mitglied der Market Research Society (MRS) und des British Polling Council (BPC) und Unterzeichner des Global Data Quality Pledge. Das Unternehmen arbeitet nach dem Verhaltenskodex der MRS und sowie den ESOMAR-Leitsätzen.
Über Thoughtworks
Thoughtworks ist eine globale Technologieberatung, die Design, Engineering und KI integriert, um digitale Innovationen zu fördern. Wir sind mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 47 Standorten, verteilt über 18 Länder. Seit über 30 Jahren erzielen wir gemeinsam mit unseren Kunden exzellente Ergebnisse, indem wir ihnen dabei helfen, komplexe geschäftliche Herausforderungen mit Technologie und Unternehmenskultur als dem wesentlichen Unterscheidungsmerkmal zu lösen.
Ansprechpartner:
Kathrin Jansing
Head of Public Relations Europe
E-Mail: kathrin.jansing@thoughtworks.com
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Die Bildung einer neuen Landesregierung in Berlin bleibt vorerst ungewiss. Linke, Grüne und SPD konnten sich zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus weiterhin nicht auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus verständigen. Nach dem dritten sogenannten Vorgespräch verließ die Spitze der drei Parteien am Mittwochnachmittag den Tagungsort ohne öffentliche Stellungnahme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gilt eine Einigung in der Frage als zentrale Voraussetzung, um in formelle Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken einzusteigen.
Bereits für Donnerstag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Ziel ist es, in dem seit geraumer Zeit in Berlin heftig diskutierten Themenkomplex voranzukommen. Vor allem Teile der Berliner Linken stehen seit längerem wegen Positionen zu Israel, Palästina und zum Thema Antisemitismus in der Kritik. Dabei geht es insbesondere um Äußerungen einzelner Parteimitglieder, die öffentlich als antisemitisch eingestuft oder entsprechend kritisiert wurden. Ohne eine belastbare Verständigung auf gemeinsame Grundsätze wollen SPD und Grüne nach eigener Darstellung den nächsten Schritt hin zu einem möglichen Regierungsbündnis nicht gehen.
Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September. Dort waren nach dpa-Informationen sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Letzterer soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Der Vorfall hat bei den potenziellen Koalitionspartnern für erhebliche Irritationen gesorgt und den Druck auf die Linke erhöht, sich klarer zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zu positionieren.
SPD und Grüne verlangen vor Beginn offizieller Sondierungen eine verbindliche Verständigung zu diesen Themenfeldern. Sondierungen sind die Vorstufe zu formalen Koalitionsverhandlungen, in denen ein Regierungsprogramm und die Ressortzuschnitte ausgehandelt würden. Ohne Konsens über den künftigen Kurs im Kampf gegen Antisemitismus und im Umgang mit problematischen Milieus in der Stadt bleibt der Weg zu einem möglichen Rot-Grün-Roten Bündnis aber blockiert. Welche Alternativen zu einem solchen Bündnis am Ende realistisch wären, ist bislang offen; entscheidend bleibt vorerst, ob die drei Parteien in der strittigen Grundsatzfrage noch zu einer gemeinsamen Linie finden.