SPD-Regierungschefs pochen auf Energiegipfel nach Preissprung an den Tankstellen

13.04.2026


Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Energie- und Kraftstoffpreise erhöhen führende SPD-Landespolitiker den Druck auf Berlin. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher fordert eine Sonderkonferenz von Bund und Ländern, um über Konsequenzen aus dem Krieg am Persischen Golf und der daraus resultierenden Ölpreiskrise zu beraten. In einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ sprach er von „massiven Folgen“ für Wirtschaft und Privathaushalte in Deutschland und warnte, die Entwicklung an den Zapfsäulen sei zu einer „Benzinpreiskrise“ geworden.

Tschentscher drängt darauf, die Chefs der Staatskanzleien und die Bundesregierung rasch an einen Tisch zu bringen. „Abwarten ist keine Lösung, Deutschland muss ins Handeln kommen“, sagte der SPD-Politiker. Im Zentrum einer Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz müssten nach seiner Vorstellung sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Kostenbelastung stehen. Ziel seien konkrete Maßnahmen, die Unternehmen und Verbraucher angesichts der gestiegenen Energiepreise entlasten.

Rückendeckung erhält der Hamburger Bürgermeister aus anderen SPD-geführten Ländern. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert ebenfalls ein Treffen von Bund und Ländern, um die Folgen des Konflikts am Persischen Golf für Deutschland zu bewerten. Es gehe sowohl um Energiesicherheit als auch um die Höhe der Energiepreise, die für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen zu einer „massiven Belastung“ geworden seien. Auch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte schloss sich den Forderungen nach einem Sondertreffen an.

Parallel laufen auf Bundesebene bereits Gespräche über mögliche Gegenmaßnahmen. Nach Angaben von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) beraten die Spitzen von Union und SPD am Sonntag über Entlastungen angesichts der hohen Energiepreise. Die von mehreren SPD-Länderchefs geforderte Sonderkonferenz würde diese Verhandlungen um eine koordinierte Bund-Länder-Perspektive ergänzen und könnte den politischen Druck erhöhen, rasch zu Entscheidungen zu kommen.

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Skoda erweitert Elektro-Portfolio: Peaq wird CO2-neutrale Alternative zum Kodiaq

13.04.2026


Skoda schärft sein Elektro-Profil in der oberen Mittelklasse und stellt seinem Verbrenner-SUV Kodiaq ein batterieelektrisches Schwestermodell zur Seite. Der neue Peaq, den die tschechische VW-Tochter für den kommenden Herbst angekündigt hat, soll als CO2-neutrale Alternative zum erfolgreichen Kodiaq dienen. Beim Einstiegspreis orientiert sich Skoda eng am konventionell angetriebenen Pendant: Im Unternehmen ist von rund 50.000 Euro die Rede und damit von einem klaren Vorstoß in Richtung höherpreisiges Flotten- und Familiensegment.

Mit dem Peaq rückt Skoda zugleich seine Raumkonzept-Kompetenz ins Schaufenster. Der E-SUV wächst im Vergleich zum Kodiaq um zwölf Zentimeter und misst 4,87 Meter in der Länge, der Radstand legt auf 2,97 Meter zu. Zusammen mit der im Fahrzeugboden platzierten Batterie wird der Peaq laut Hersteller zum geräumigsten Modell der Marke. Skoda positioniert ihn als großvolumiges Flaggschiff, das zugleich die Elektrostrategie des Konzerns im SUV-Kerngeschäft sichtbar machen soll.

In der Innenraumkonfiguration zielt der Peaq direkt auf Familien und Fahrdienste: Wie der Kodiaq lässt er sich mit einer dritten Sitzreihe ausstatten und wird so zum Siebensitzer. Nach Unternehmensangaben bietet damit kein anderes Elektro-SUV im VW-Konzern mehr Sitzplätze. Auch beim Gepäck soll der Stromer überzeugen: Das maximale Kofferraumvolumen liegt bei bis zu 935 Litern, während selbst bei voller Bestuhlung mit sieben Personen noch 299 Liter zur Verfügung stehen. Zusätzliche Praktikabilität schafft ein Frunk unter der vorderen Haube, in dem sich unter anderem Gepäckabdeckung und Ladekabel verstauen lassen.

Technisch greift Skoda beim Peaq auf den Modularen Elektrobaukasten (MEB) der Konzernmutter Volkswagen zurück. Kunden erhalten die Wahl zwischen drei Motorisierungen: 150 kW/204 PS und 210 kW/286 PS mit Heckantrieb sowie einer Allradvariante mit 220 kW/299 PS an der Spitze des Angebots. Die Energie liefern zwei Batteriegrößen mit 63 oder 91 kWh. Skoda stellt auf Basis der Normmessung Reichweiten von 460 bis über 600 Kilometern in Aussicht. Unter optimalen Bedingungen soll sich der Akku innerhalb von knapp 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen – ein weiteres Signal, dass der Peaq im Wettbewerbsumfeld großer Elektro-SUVs als vollwertige Alternative zum Verbrenner-Segment antreten soll.