
Palfinger ist mit leicht wachsendem Umsatz und verbesserter Profitabilität in das Jahr 2026 gestartet und zählt das erste Quartal zu den stärksten Auftaktperioden seiner Unternehmensgeschichte. Der Salzburger Kran- und Hebetechnikspezialist erwirtschaftete im ersten Quartal 2026 Erlöse von 561,5 Millionen Euro, nach 552,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) legte auf 41,3 Millionen Euro zu, gegenüber 40,1 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 7,3 auf 7,4 Prozent.
Auch auf EBITDA- und Konzernergebnis-Ebene verbesserte sich der Konzern: Das EBITDA stieg von 63,0 auf 65,7 Millionen Euro, das Konzernergebnis von 22,0 auf 24,6 Millionen Euro. Gleichzeitig sank die Mitarbeiterzahl per Stichtag von 12.363 auf 12.179. Das Auftragsbuch blieb mit rund 1 Milliarde Euro stabil und entspricht laut Unternehmen einer Reichweite von etwa fünf Monaten. Auf Basis dieser Pipeline erwartet Palfinger für das erste Halbjahr 2026 eine operative Performance, die leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen soll.
Das Management führt die Entwicklung vor allem auf den konsequenten Fokus auf Innovation, Kundennähe und globale Präsenz zurück. Ein breit diversifiziertes Produktportfolio und eine klare strategische Ausrichtung halfen dem Konzern, Chancen in den Kernmärkten zu nutzen. Besonders in Europa – mit deutlicher Nachfrage in Nord- und Südeuropa – verzeichnete Palfinger nach eigenen Angaben Wachstumsimpulse bei Umsatz und Ergebnis. Dem gegenüber stehen regionale Unterschiede in anderen Märkten.
Das Umfeld bleibt dennoch anspruchsvoll. Palfinger berichtet von anhaltenden geopolitischen Spannungen, einer schwer kalkulierbaren US-Zollpolitik und regional divergierenden Marktentwicklungen. In Nordamerika beschreibt das Unternehmen das Marktumfeld als herausfordernd, setzt aber auf seine globale Aufstellung, um dort weiterhin Chancen wahrzunehmen. In Lateinamerika gelang trotz rückläufiger Nachfrage in Brasilien ein leichtes Wachstum. In der Region Asien-Pazifik bleibt Indien ein wichtiger Wachstumstreiber, während der chinesische Markt gedämpft ist. Für das Gesamtjahr 2026 formuliert Palfinger die Zielsetzung, eines der erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte zu erreichen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Beschäftigte der Postbank zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen und damit den laufenden Tarifkonflikt mit dem Deutsche‑Bank‑Konzern eskaliert. Für Donnerstag, den 30. April, und Samstag, den 2. Mai, sind Arbeitsniederlegungen im Filialvertrieb geplant. Kunden müssen sich darauf einstellen, dass zahlreiche Standorte vorübergehend schließen oder ihren Betrieb deutlich einschränken. In Delmenhorst etwa blieb die Filiale an der Mühlenstraße am Donnerstag komplett geschlossen, betroffen waren dort auch die Schalter der Deutschen Post.
Verdi verhandelt für rund 9000 Beschäftigte der ehemaligen Postbank, die seit 2018 vollständig zur Deutschen Bank gehört. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Auszubildende sollen 200 Euro mehr erhalten. Darüber hinaus drängt Verdi auf Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie einen verbindlichen Rechtsanspruch auf Weiterbildung, etwa im Zusammenhang mit neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz.
Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck kritisierte das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite als unzureichend. Es spiegele weder die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bank noch die hohe Belastung in den Betrieben wider, sagte er. Mit den Warnstreiks wollten die Beschäftigten ein Signal senden, dass sie bereit seien, für „faire Einkommen und verlässliche Perspektiven“ einzutreten. Bereits nach der ersten Verhandlungsrunde am 15. April hatte die Gewerkschaft Protestmaßnahmen angekündigt; in einer früheren Tarifrunde im Jahr 2024 waren nach mehreren Runden und wiederholten Warnstreiks Einschränkungen im Kundenservice die Folge.
Im Mittelpunkt der laufenden Tarifrunde stehen neben der Entgeltfrage auch die Folgen der Integration der Postbank in die Deutsche Bank. Filialschließungen, organisatorische Veränderungen und die generelle Transformation der Privatkundenbank sorgen nach Angaben von Verdi in vielen Bereichen für Verunsicherung unter den Beschäftigten. Wie stark die aktuellen Warnstreiks den Betrieb der Filialen an den beiden Aktionstagen tatsächlich beeinträchtigen werden, dürfte auch die Ausgangslage für die nächste Verhandlungsrunde prägen, die für den 18. Mai in Frankfurt angesetzt ist.