
Eine neue Schadsoftware mit dem Namen Darksword sorgt bei iPhone-Nutzern für erhöhte Alarmbereitschaft. Betroffen sind Geräte, die noch mit den veralteten Betriebssystemversionen iOS 18.4 bis 18.7 laufen. Nach Angaben der Stiftung Warentest kann die Malware diese iPhones "im Handumdrehen" befallen und damit ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.
Besonders brisant: Für eine Infektion reicht demnach bereits ein Fingertipp auf einen Link zu einer infizierten Internetseite. Wird eine solche Seite aufgerufen, kann Darksword das Gerät kompromittieren und auf gespeicherte Inhalte zugreifen. Auf befallenen Telefonen sind nach der Warnung eine Reihe von Daten und Werten gefährdet, die ausgelesen und entwendet werden könnten; dazu zählen etwa persönliche Informationen, Kommunikationsinhalte und andere sensible Inhalte auf dem Gerät.
Als wirksamste Gegenmaßnahme empfehlen Verbraucherschützer, das iOS-Betriebssystem umgehend zu aktualisieren. Nutzer sollten prüfen, ob auf ihrem iPhone bereits die aktuellste Softwareversion installiert ist oder ein Update aussteht. Entscheidend ist, nicht dauerhaft auf den Versionen iOS 18.4 bis 18.7 zu verbleiben, da genau diese Spanne als verwundbar beschrieben wird.
Die Aktualisierung lässt sich direkt auf dem Gerät anstoßen. In den Einstellungen führt der Weg über "Allgemein" zu "Softwareupdate". Dort zeigt das System an, ob eine neuere iOS-Version verfügbar ist. Ist dies der Fall, genügt ein Tipp auf "Laden und installieren", anschließend sind den eingeblendeten Anweisungen zu folgen. Wer diesen Schritt zeitnah vollzieht, reduziert das Risiko eines erfolgreichen Darksword-Angriffs deutlich.

Chatbots mit Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT oder Gemini sind für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland innerhalb kurzer Zeit zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden. Das geht aus einer neuen Erhebung der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hervor. Laut der vom Institut Forsa durchgeführten Befragung nutzen 20,8 Prozent der 10- bis 17-Jährigen solche Programme mehrmals pro Woche, 6,4 Prozent greifen sogar täglich darauf zu. Abgefragt wurde das Nutzungsverhalten in den zurückliegenden sechs Monaten.
Die Studie, deren Ergebnisse in Berlin vorgestellt werden sollen, ordnet KI-Chats als weitere Säule im ohnehin dichten digitalen Medienalltag Minderjähriger ein. Chatbots werden demnach vor allem als Lern- und Informationswerkzeuge eingesetzt. Kinder und Jugendliche nutzen sie, um sich Inhalte erklären zu lassen oder Fragen zu stellen, die sie sonst mit Suchmaschinen oder Schulunterlagen bearbeiten würden. Die Erhebung ist Teil der inzwischen achten Welle einer seit 2019 laufenden Mediennutzungsstudie von DAK und UKE.
Gleichzeitig verweisen die Autoren auf eine wachsende sozial-emotionale Rolle der Anwendungen. Einige der befragten Nutzerinnen und Nutzer geben an, Chatbots Dinge anzuvertrauen, die sie sonst niemandem oder nur engen Freunden erzählen würden. Für 7 Prozent der KI-Nutzer trifft dies „manchmal“ zu, weitere 3,4 Prozent berichten, dies „oft“ oder „sehr oft“ zu tun. Die entsprechenden Angaben beziehen sich auf 644 Kinder und Jugendliche, die erklärten, Chat-Programme nicht „nie“ zu verwenden.
Vor dem Hintergrund einer insgesamt hohen Bildschirmzeit bleibt die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit problematischer Mediennutzung nach Einschätzung der Studienmacher weiter sehr hoch. Auch wenn die durchschnittlichen Nutzungszeiten leicht rückläufig sind, verschiebt sich der Fokus: Deutlich zugenommen hat demnach die Nutzung von Online-Videos auf Plattformen wie Tiktok und Youtube. Aus Sicht der Suchtprävention rücken damit Designmerkmale wie endloses Scrollen und automatische Wiedergabe stärker in den Blick – nun ergänzt um interaktive KI-Dienste, die sich zunehmend in den Alltag der jungen Nutzer integrieren.